Spritpreise – Monopole¶
Amerika dreht durch, Israel dreht durch und der Iran dreht durch! An der Spitze, drei Verrückte, die nicht wissen, was ein Dialog ist!
Wen trifft es am härtesten? Den Fährmann in Caputh.
Ich benutzte wieder einmal die Fähre, weil ich keine Lust hatte, den Drahtesel über die Eisenbahnbrücke (das »Gemünde«) zu tragen. Nur ein Auto und ich als Radfahrer begehrten ans andere Ufer gebracht zu werden. Ich frage den Fährmann ganz unschuldig, ob es nun nach dem Winter wieder angenehmer ist, auf der Fähre zu arbeiten. Der Fährmann wechselt sofort das Thema und läßt meine Frage unbeantwortet. Es fahren weniger Autos, die hohen Spritpreise lassen viele nach Alternativen für das Auto suchen, weil ja die Spritpreise extrem angestiegen sind. Aha, meine These, das viel zu viele sinnlos durch die Gegend gurken, wird damit bestätigt. Ich habe des öfteren beobachtet, das trotz der gestiegenen Preise, die Motoren im Stand laufen, während der arg gebeutelte Steuerzahler auf sein Handy starrt. Wenn Jemand rumjammert, habe ich mir angewöhnt zu entgegnen, das die Preise viel zu niedrig sind, wenn ich das Verhalten der Menschen so beobachte, wie sinnloses umherkutschen, im Stand laufen lassen usw. usw. Zwei Meldungen und Berichte bestätigen meine These.
Im Fernsehen wird ein “bemitleidenswerter” Mitarbeiter gezeigt, der nun trotzt erhöhter Spritpreise sage und schreibe jeden Tag 11 km bis zur Arbeit mit dem Auto zurücklegen muss, weil kein öffentlicher Nahverkehr genutzt werden kann! Hallo! Ich bin jahrelang jeden Tag mehr als 11 Kilometer mit dem Rad gefahren. Und die Figur des “bemitleidenswerten” Menschen würde von mehr Bewegung ebenfalls profitieren, langfristig vielleicht auch die Krankenkasse?
Am BER wird gestreikt, genau ein Tag: 57000 Reisende sind betroffen Wo wollen die alle hin? Und das ist nur ein Tag, wer schickt die in diese Tretmühle und zwingt sie ständig zur Flucht, haben die alle kein Zuhause? Ich hatte mal die Zahl gehört, das 10 Mio. Menschen ständig und jeden Tag mit dem Flugzeug in der Luft sind!
Nun ist also der Sprit zu teuer, um weiter der gedankenlosen Verschwendung frönen zu können. Mein Mitleid hält sich in Grenzen und ich fordere, wie ich es in einzelnen Gesprächen oft gefordert habe mindestens 5.00 €/Liter, damit alle mal darüber nachdenken, was sie da eigentlich treiben. Schön zu beobachten, wie sich die Berichte mehren, die der Gewinnung von Energie aus erneuerbaren Quellen einen positiven Aspekt nicht absprechen können.
Und den drei Verrückten würde ich gern mal in den Arsch treten, weil nur dort kann sich das Gehirn befinden. Oh man, ich muß auf meinen Blutdruck achten …
Ebenfalls nicht gerade blutdrucksenkend, eine Statistik die ich für das Jahr 2009, herausgesucht hatte. Im Januar 2009 betrug der Literpreis 1,116 €, im Dezember stand er dann bei 1,322 €. Zur gleichen Zeit bezahlten die Amerikaner in Baltimore für eine Gallone (3.78 Liter) 1,99 $ umgerechnet auf den damaligen Kurs entsprach das etwa 0,39€/Liter! Das waren Zeiten …