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    <title>Inkubator</title>
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    <description>Inkubator</description>
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      <title>Zitat -- Ausgaben</title>
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      <pubDate>Tue, 05 Aug 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
      <description><![CDATA[&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Eine Regierung muss sparsam sein, weil das Geld, das sie erhält, aus
dem Blut und Schweiß ihres Volkes stammt. Es ist gerecht, dass jeder
einzelne dazu beiträgt, die Ausgaben des Staates tragen zu
helfen. Aber es ist nicht gerecht, dass er die Hälfte seines
jährlichen Einkommens mit dem Staate teilen muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;―  Friedrich II. der Große&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;]]></description>
    </item>
    
    <item>
      <title>Salvadore Dali — Biographie</title>
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      <pubDate>Tue, 02 Apr 2024 00:00:00 +0000</pubDate>
      <description><![CDATA[&lt;pre&gt;&lt;code class=&quot;language-text&quot;&gt;Salvadore Dali
Robert Descharnes/Gilles Néret&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;
&lt;p&gt;Wer kennt nicht das eine oder andere Bild dieses Künstlers?  Neben den Bildern sind in diesem Band auch die Geschichten um seine Person und teilweise auch die Entstehungsgeschichten zu einigen Bildern beschrieben. Sie runden die Schilderungen zu seinem Schaffen ab und zeigen neben dem Maler das Marketing-Genie im Künstler oder, wie man heute sagen würde, einen der letzten Influenzer vor der Erfindung des Internet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was von modernen Künstlern eher nicht zu erwarten ist, in den vergrößerten Ausschnitten zeigt sich oft die Meisterschaft der Detailtreue.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht zu vergessen seine Sprüche:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;»... der einzige Unterschied zwischen mir und einem Verrückten ist der,
daß ich nicht verrückt bin!«&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;»Der Unterschied zwischen den Surrealisten und mir ist der, daß ich
Surrealist bin.«&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;]]></description>
    </item>
    
    <item>
      <title>Emanuel Kant -- Leben &amp; Werk</title>
      <link>https://inkubator.koppatz.com/2024/ausgelesen--kant__leben-werk/</link>
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      <pubDate>Tue, 27 Feb 2024 00:00:00 +0000</pubDate>
      <description><![CDATA[&lt;pre&gt;&lt;code class=&quot;language-text&quot;&gt;Manfred Buhr
»Immanuel Kant«
Einführung in Leben und Werk
Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig 1981&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;
&lt;p&gt;Ein guter, kurzer Abriß, der dazu anregt, sich intensiver mit dem Werk von Kant zu beschäftigen. Nun, da aktuell des 300. Geburtstags Kants gedacht werden kann und die Russen Kant vereinnahmen wollen, möchte ich den Russen die folgende Aussage in Erinnerung bringen:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Die Vernunftidee einer friedlichen, wenn gleich noch nicht
freundschaftlichen, durchgängigen Gemeinschaft aller Völker auf Erden,
die untereinander in wirksame Verhältnisse kommen können, ist nicht
etwa philantropisch (ethisch), sondern ein rechtliches Prinzip.
... die moralische-praktische Vernunft in uns (spricht) ihr
unwiederstehliches Veto aus: Es soll kein Krieg sein; ...&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Aber was schert es die Kriegstreiber dieser Zeit, allen voran Putin?&lt;/p&gt;]]></description>
    </item>
    
    <item>
      <title>Einstein — Biographie</title>
      <link>https://inkubator.koppatz.com/2024/ausgelesen--einstein__biographie/</link>
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      <pubDate>Mon, 22 Jan 2024 00:00:00 +0000</pubDate>
      <description><![CDATA[
&lt;figure style=&quot;float:right; width:220px; margin:20px;&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;https://inkubator.koppatz.com/../images/Albert_Einstein_and_his_wife_Mileva_Maric.jpg&quot;
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  &lt;figcaption&gt;Mileva_Maric &amp; Albert Einstein&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

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&lt;/div&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code class=&quot;language-text&quot;&gt;Albert Einstein

von Thomas Bührke

dtv portrait 2004
ISBN 3-423-31074-X&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;
&lt;p&gt;Ein insgesamt gut und leichtverständlicher Text zum Leben und Schaffen von Albert Einstein. Auch die Kurzbiographien der Wissenschaftler, mit denen sich Einstein auseinandergesetzt hat, ist ein großer Pluspunkt, weil man nicht extra auf Wikipedia nachschlagen muss, was diese Menschen geleistet haben. Zwei Zitate von Einstein haben mir sehr gefallen. Zum einen, wer kennt das nicht, die Bürokratie und das schwierige Verhältnis zur Mathematik. Die erste Aussage kann man noch verstehen, die zweite Aussage habe ich von Einstein nicht erwartet!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Zitat 1&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;: Bürokratie&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;»Die Tintenscheißerei im Amte ist endlos -- alles, wie es scheint,
um den Tross von Schreibern in den Staatskanzleien einen Schein
von Daseinsberechtigung zu geben.«&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Zitat 2&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;: Mathematik ist wichtig!&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;»Aber das eine ist sicher, das ich mich im Leben noch nicht annähernd
so geplagt habe, und daß ich große Hochachtung für die Mathematik
eingeflößt bekommen habe, die ich bis jetzt in ihren subtilen Teilen in
meiner Einfalt für puren Luxux ansah!«&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Von solchen Zitaten hätte ich mir gern noch mehr gewünscht, doch dann wäre das Büchlein kein Büchlein mehr... Nichtsdestotrotz eine gute Wahl, so wie es mir als Geschenk in die Hände gefallen ist.&lt;/p&gt;]]></description>
    </item>
    
    <item>
      <title>Carl v. Linne — Biographie</title>
      <link>https://inkubator.koppatz.com/2024/ausgelesen--carl-v-linne__der-blumenkoenig-des-nordens/</link>
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      <pubDate>Mon, 15 Jan 2024 00:00:00 +0000</pubDate>
      <description><![CDATA[
&lt;figure style=&quot;float:right; width:220px; margin:20px;&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;https://inkubator.koppatz.com/../images/carl_von_linne.avif&quot;
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  &lt;figcaption&gt;
    &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Linn%C3%A9&quot;&gt;Gemalt von Alexander Roslin im Jahr 1775 &lt;/a&gt;
  &lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

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&lt;/div&gt;
&lt;pre&gt;&lt;code class=&quot;language-text&quot;&gt;
»CARL v. LINNÉ«
Der Blumenkönig des Nordens
Alfred Otto Schwede
Ein Bibliotheksexemplar, Union, Berlin 1980
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;
&lt;p&gt;Bücher aus Bibliotheken habe ich oft vor der Vernichtung gerettet. Ein Drama war nach der Wende, der Besuch einer Müllhalde zwischen Herzberg und Bad Liebenwerda. Eine halbe Bibliothek wurde dort entsorgt und es waren nicht nur von »sozialistischen Ideen« durchsetzte Bücher, die rigoros entsorgt worden sind. Schande über die Verantwortlichen! Mir hat das Herz geblutet, angesichts dieser Barbarei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wo ich den »Linné« her habe, kann ich nicht mehr erinnern, aber es ist eine der besten Biographien, die ich je gelesen habe! Es wird nicht nur der Lebensweg des Ritters und Archiater Carl v. Linné gezeichnet, sondern es erfolgt auch eine Einordnung in die politischen Verhältnisse dieser Zeit, für Europa im allgemeinen und Schweden im besonderen. Über 70 Jahre Politik von der sich Linné weitestgehend fern gehalten hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einige Anmerkungen und Textpassagen damit sie zum Nachdenken anregen:&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Seite 181:&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die immer wiederkehrende Kriegstreiberei...&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;War die Weltpolitik nicht ein großer Froschteich? Sie quakten laut, die
Frösche — da kam der große Stein geflogen, plumpste ins Wasser,
Wellenringe eilten dem Ufer zu, das Froschkonzert „sub aqua, sub aqua&amp;quot;
— verstummte jäh. Ganz still war es an dem Teich — er herrschte die
Stille nach dem Steinwurf. Allmählich verebbten die Ringe — und nach
einiger Zeit hörte man den ersten leisen Triller, das erste zaghafte
Quorken bis dann der große Spektakel wieder einsetzte, als sei niemals
ein Stein ins Wasser geplumpst. Auf ein neues!&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;h3&gt;Seite 184:&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ein Unfall und ein Wiedersehen &lt;sup&gt;&lt;a href=&quot;#fn-1&quot; id=&quot;fnref-1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;, die Szene habe ich auch als Gemälde gesehen und ich erinnere mich an das Bild. Habe nach dieser kurzen Passage das Bild vor Augen. War es in einer Galerie in Chemnitz?:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Mats Isracisson, ein junger verlobter Bergmann, fuhr im Jahr 1670 in
die Grube ein und kehrte nicht zurück. Seine Verlobte betrauerte ihn,
sie blieb ledig. Im Jahr 1719 fand man im Berg seine Leiche, von
Kupfervitriol durchsetzt, das den jungen Bergmann unverändert erhalten
hatte -- und neben ihm stand ein gebeugtes altes Weiblein --, seine
Verlobte von einst, die ihn wiedererkannte!&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;h3&gt;Seite 254:&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Zitat des Universalgelehrten Isidor von Sevilla &lt;sup&gt;&lt;a href=&quot;#fn-2&quot; id=&quot;fnref-2&quot;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;»Die Kenntnis vom Ding ist ohne Wert, kennt man nicht seinen Namen.«&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;h3&gt;Seite 400:&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Fragen über Fragen...&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Frage: Größe?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Frage: Weisheit&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Frage: Macht?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Frage: Reichtum?&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Frage: Kleider?&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;... konnte die Worte jenes Predigers nur bestätigen: „Es ist alles eitel!&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Was ist Größe?&amp;quot; fragte er und antwortete: „Nichts! Denn das Rad des Glücks dreht
sich. Was ist Weisheit? Wenn einer die eigene Torheit erkennt. Was ist
Macht? Der vorderste Platz unter lauter Narren. Was ist Reichtum?
Schuldner anderer Toren zu sein. Was sind Kleider? Theaterkostüme,
mit denen man Kinder schreckt!&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;h3&gt;Nachtrag&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Innovationen von Linne, in einem englischsprachigen Artikel&lt;sup&gt;&lt;a href=&quot;#fn-3&quot; id=&quot;fnref-3&quot;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;, hier besonders das System der Karteikarten.&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fußnoten&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;footnote&quot; id=&quot;fn-1&quot;&gt;&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt; https://www.spektrum.de/news/der-romantische-untote/1694712 &lt;a href=&quot;#fnref-1&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;footnote&quot; id=&quot;fn-2&quot;&gt;&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt; https://de.wikipedia.org/wiki/Isidor_von_Sevilla &lt;a href=&quot;#fnref-2&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;footnote&quot; id=&quot;fn-3&quot;&gt;&lt;sup&gt;3&lt;/sup&gt; https://jillianhess.substack.com/p/carl-linnaeuss-note-taking-innovations &lt;a href=&quot;#fnref-3&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;]]></description>
    </item>
    
    <item>
      <title>Ernst Haeckel — Gemeinverständliche Werke</title>
      <link>https://inkubator.koppatz.com/2024/ausgelesen--ernst-haeckel__gemeinverstaendliche-werke/</link>
      <guid>https://inkubator.koppatz.com/2024/ausgelesen--ernst-haeckel__gemeinverstaendliche-werke/</guid>
      <pubDate>Thu, 11 Jan 2024 00:00:00 +0000</pubDate>
      <description><![CDATA[&lt;pre&gt;
Gemeinverständliche Werke
Natürliche Schöpfungsgeschichte
Erster Teil
Alfred Kröner Verlag in Leipzig
und Carl Henschel Verlag in Berlin 1924&lt;/pre&gt;
&lt;h3&gt;Schwerpunkte&lt;/h3&gt;
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Wechselwirungen in der Natur&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Schiller; Zitat&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Schöfpungsgeschichte&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Fossilien&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Kampf uns Dassein&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Wille&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Nahrung&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Virchow;  weibliches Geschlecht&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;h3&gt;Excerpt&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Als Gymnasiast hatte Ernst Haecke ein vollständiges Herbarium der Umgebung von Merseburg angelegt. Ein zweites Herbarium entstand, weil ihn als zwölfjähriger Knabe kritische Zweifel plagten. Was sollte er mit den »schlechten Arten« der Brombeeren, Weiden, Rosen, Disteln usw. anfangen; für diese von Goethe sogenannten »charakterlosen oder liederlichen Geschlechter« legte er sich ein besonderes, geheimes Herbarium an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwei Bücher machten einen besonderen Eindruck auf ihn:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;Die »Ansichten der Natur« von Alexander von Humboldt&lt;/li&gt;&lt;li&gt;»Die Pflanze und ihr Leben« von Schleiden.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Im Ersten Band werden die Vorlesungen von ihm wiedergegeben, in denen sich Haeckel mit der Entwicklung und auch der Verteidigung der damals neuen Theorien von Charles Darwin auseinandersetzt. 1866 lernte er Charles Darwin persönlich kennen und rechnet das Treffen zu den unvergesslichsten seines Lebens.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Interessant ist, wie Haeckel sich bei allen Wegbereitern und Gegnern der Deszendenztheorie, die wir heute eher als Abstammungslehre bezeichnen, sowohl positiv als auch kritisch mit den Ansichten und Argument auseinandersetzt. Hier nimmt er auch seinen Lehrer Virchow nicht aus, den er kritisiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun einige interessante Aussagen und Gedankengänge. Viel Vergnügen beim darüber nachdenken.&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Seite 27:&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Zitat von Schiller&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Die Welt ist vollkommen überall,
Wo der Mensch nicht hinkommt mit seiner Qual.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;h4&gt;Seite 62&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Zur Schöpfungsgeschichte und Fossilien&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Diese unschätzbar wertvollen Urkunden der Schöpfungsgeschichte haben
sehr lange Zeit hindurch eine höchst untergeordnete Rolle in der
Wissenschaft gespielt. Allerdings wurde die wahre Natur derselben
schon mehr als ein halbes Jahrtausend vor Christus ganz richtig
erkannt, und zwar von dem großen griechischen Philosophen Xenophanes
von Kolophon, demselben, welcher die sogenannte eleatische Philosphie
begründete und zum erstenmal mit überzeugender Schärfe den Beweis
führte, daß alle Vorstellungen von persönlichen Göttern nur auf mehr
oder weniger grobe Anthropomorphismen (Vermenschlichungen)
hinauslaufen. Xenophanes stellte zum erstenmal die Behauptung auf, daß
die fossilen Abdrücke von Tieren und Pflanzen wirkliche Reste von
vormals lebenden Geschöpfen seien, und daß die Berge, in deren Gestein
man sie findet, früher unter Wasser gestanden haben müßten.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;h4&gt;Seite 165&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Kampf ums Dasein&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Dasjenige Verhältnis, welches im freien Naturzustande züchtend und
umbildend auf die Formen der Tiere und Pflanzen einwirkt, bezeichnet
Darwin mit dem Ausdruck: »Kampf ums Dasein« (Struggle for life).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der »Kampf ums Dasein« ist rasch ein Stichwort des Tages
geworden. Trotzdem ist die Bezeichnung vielleicht in mancher Beziehung
nicht ganz glücklich gewählt, und würde wohl schärfer gefaßt werden
können als »Mitbewerbung  um die notwendigen Existenzbedürfnisse«. Man
hat nämlich unter dem »Kampf um das Dasein« manche Verhältnisse
begriffen, die eigentlich im strengen Sinne nicht hierher gehören. Zu
der Idee des »Struggle for life« gelangte Darwin, wie aus dem im
letzten Vortrage mitgeteilte Briefe ersichtlich ist, durch das Studium
des Buches von Malthus »über die Bedingungen und die Folgen  der
Volksvermehrung«. In diesem wichtigen Werke wurde behauptet, daß die
Zahl der Menschen im ganzen durchschnittlich in geometrischer
Progression wächst, während die Menge der Nahrungsmittel nur im
arithmetischeer Progression zunimmt. Aus diesem Mißverhältnisse
entspringen eine Masse von Übelständen in der menschlichen
Gesellschaft, welche einen beständigen Wettkampf der Menschen um die
Erlangung der notwendigen, aber nicht für alle ausreichenden
Unterhaltsmittel veranlassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Darwins Theorie vom Kampf ums Dasein ist gewissermaßen eine allgemeine
Anwendung der Bevölkerungstheorie von Malthus auf die Gesamtheit der
organischen Natur.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;h4&gt;Seite 250&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Nahrung und Körperform ...&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Die Körperform des Menschen selbst, der Grad der Fettablagerung
z.B. ist ganz verschieden nach der Nahrung. Bei stickstoffreicher Kost
wird wenig, bei stickstoffarmer Kost viel Fett abgelagert. Leute, die
mit Hilfe der Bantingkur mager werden wollen, essen nur Fleisch und
Eier, kein Brot, keine Kartoffeln.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;h4&gt;Seite 251&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Über den Willen ...&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Der Wille des Tieres, wie des Menschen ist niemals frei. Das
weitverbreitete Dogma von der Freiheit des Willens ist
naturwissenschaftlich durchaus nicht haltbar. Jeder Physiologe, der
die Erscheinungen der Willenstätigkeit bei Menschen und Tieren streng
wissenschaftlich untersucht, kommt mit Notwendigkeit zu der
Überzeugung, daß der Wille eigentlich niemals frei, sondern stets
durch äußere  oder innere Einflüsse bedingt ist. [...]
Sobald man seine eigenen Willenstätigkeit streng untersucht, ohne das
herkömmliche Vorurteil von der Freiheit des Willens, so wird man
gewahr, daß jede scheinbar freie Willenshandlung durch vorhergehende
Vorstellungen bewirkt wird, und diese wurzeln entweder in ererbten
oder in anderweitig erworbenen Vorstellungen; sie sind also in letzter
Linie wiederum durch Anpassungs- oder Vererbungsgesetze bedingt.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;h4&gt;Seite 260&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Aussage Virchows zum weiblichen Geschlecht&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Jede Veränderung des weiblichen Eierstocks äußert eine nicht minder
bedeutende Rückwirkung auf den gesamten weiblichen Organismus, wie
jede Veränderung des Testikels auf den männlichen Organismus. Die
Wichtigkeit dieser Wechselbeziehung hat Virchow in seinem
vortrefflichen Aufsatz „das Weib und die Zelle&amp;quot; mit folgenden Worten
ausgesprochen: „Das Weib ist eben Weib nur durch seine
Generationsdrüse; alle Eigentümlichkeiten seines Körpers und Geistes
oder seiner Ernährung und Nerventätigkeit: die süße Zartheit und
Rundung der Glieder bei der eigentümlichen Ausbildung des Beckens,
die Entwicklung der Brüste bei dem Stehenbleiben der Stimmorgane,
jener schöne Schmuck des Kopfhaares bei dem kaum merklichen, weichen
Flaum der übrigen Haut, und dann wiederum diese Tiefe des Gefühls,
diese Wahrheit der unmittelbaren Anschauung, diese Sanftmut,
Hingebung und Treue kurz alles, was wir an dem wahren Weibe
Weibliches bewundern und verehren, ist nur eine Dependenz des
Eierstocks. Man nehme den Eierstock hinweg, und das Mannweib in
seiner häßlichsten Halbheit steht vor uns&amp;quot;.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;h4&gt;Seite 264&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Lernen in der Jugend und die Rolle der Kirchen ...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was man in frühester Jugend lernt und übt, sitzt viel fester und tiefer, als alle späteren Erwerbungen. Daher ist der orthodoxe Klerus der verschiedenen Kirchenreligionen von jeher bemüht gewesen, vor allem die Elementarschule unter seine absolute Herrschaft zu beugen. Je früher die vernunftwiedrigen Glaubenssätze erlernt werden, desto zäherer Widerstand leisten sie allen Angriffen des Verstandes und der vernünftigen Naturerkenntnis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;#+end_quote&lt;/p&gt;
&lt;h4&gt;Seite 275&lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Wechselwirkungen in der Natur ...&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Die unendlich verwickelten Wechselbeziehungen, welche zwischen den
Organismen eines jeden Bezirks bestehen und welche als die
eigentlichen Bedingungen des Kampfes ums Dasein angesehen werden
müssen, sind uns größtenteils unbekannt und meistens auch sehr
schwierig zu erforschen. Nur in einzelnen Fällen haben wir dieselben
bisher zu einem gewissen Grade verfolgen können, so z. B. in dem
bekannten, von Darwin angeführten Beispiel von den Beziehungen der
Katzen zum roten Klee in England. Die rote Kleeart (Trifolium
pratense), welche in England eines der vorzüglichsten Futterkräuter
für das Rindvieh bildet, bedarf, um zur Samenbildung zu gelangen, des
Besuchs der Hummeln. Indem diese Insekten den Honig aus dem Grunde
der Kleeblüte saugen, bringen sie den Blütenstaub mit der Narbe in
Berührung und vermitteln so die Befruchtung der Blüte, welche ohne sie
niemals erfolgt. Darwin hat durch Versuche gezeigt, daß roter Klee,
den man von dem Besuche der Hummeln absperrt, keinen einzigen Samen
liefert. Die Zahl der Hummeln ist bedingt durch die Zahl ihrer Feinde,
unter denen die Feldmäuse die verderblichsten sind. Je mehr die
Feldmäuse überhand nehmen, desto weniger wird der Klee befruchtet. Die
Zahl der Feldmäuse ist wiederum von der Zahl ihrer Feinde abhängig,
zu denen namentlich die Katzen gehören. Daher gibt es in der Nähe der
Dörfer und Städte, wo viele Katzen gehalten werden, besonders viel
Hummeln. Eine große Zahl von Katzen ist also offenbar von großem
Vorteil für die Befruchtung des Klees. Man kann nun, wie Karl Vogt
gezeigt hat, an dieses Beispiel noch weitere Erwägungen
anknüpfen. Denn das Rindvieh, welches sich von dem roten Klee nährt,
ist eine der wichtigsten Grundlagen des Wohlstandes von England. Die
Engländer konservieren ihre körperlichen und geistigen Kräfte
vorzugsweise dadurch, daß sie sich größtenteils von trefflichem
Fleisch, namentlich ausgezeichnetem Roastbeef und Beefsteak
nähren.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;]]></description>
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