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    <title>Inkubator</title>
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    <description>Inkubator</description>
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      <title>Die Blütenträume des Lao Li</title>
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      <pubDate>Tue, 17 Feb 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
      <description><![CDATA[
&lt;pre&gt;&lt;code class=&quot;language-html&quot;&gt;
  Lao She
  Die Blütenträume des Lao Li
  Verlag Volk und Welt Berlin
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;
&lt;p&gt;Alles lief den Gang der Dinge, bis, eines Tages der Sohn von Bruder Zhang verhaftet wurde und spurlos verschwand.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seite 69 zur Bürokratie&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Er setzte sich auf seinen Stuhl, den elendsten im ganzen Raum, und
stierte vor sich hin. Amtsangelegenheiten über Amtsangelegenheiten,
aber nichts zu tun. Gäbe es auf der Welte keine Amtsangelegenheiten,
nähme die Menschheit keinerlei Schaden. Akten über Akten, ohne Anfang
und ohne Ende, zusammenhanglose, endlose Akten. Nur eine einzige
Sachen gab es tatsächlich, und die war leider Gottes Wirklichkeit:
dem Volk Gled abverlangen. Dieses Ungeheuer fraß Geld und spie dafür
Akten aus! Wo floß das Geld hin? Das wußte keiner. Man sah nur, daß
sich einige Leute Häuser, Autos und Nebenfrauen kauften; Akten waren
das einzige, was alle zu Gesicht bekamen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;]]></description>
    </item>
    
    <item>
      <title>Roth —  Portnoys Beschwerde</title>
      <link>https://inkubator.koppatz.com/2026/ausgelesen--roth__portnoys-beschwerde/</link>
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      <pubDate>Mon, 26 Jan 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
      <description><![CDATA[&lt;p&gt;Amerikanische Kulturgut, schockierend und immer noch heiß diskutiert. Mich hat es nicht geschockt, aber wenn man das ordinäre und sexuelle wegnimmt, dann reduziert es sich auf einen Konflikt der Zwischen Eltern mit ihren Regeln und den Kindern, die irgendwann aus der Enge flüchten wollen. Man kann also die Probleme der Juden auf alle Kulturen und Eltern-Kind-Beziehungen reduzieren. Ich erinnere mich noch an die Lange-Haare-Diskussionen mit meinem Vater. Darin liegt auch der Keim für den Rassismus, der unterschiedliche Gruppen ausgrenzt. Die abfälligen Bemerkungen über die Frauen ist eine andere Geschichte (auch eine Art Rassismus). Man kennt die Prüderie der amerikanischen Gesellschaft, z.B. das Nippelverbot in den Medien und auf der anderen Seite die Skandale des Präsidenten Jimmi Charter oder noch schlimmer, der Epstin-Skandal. Wer nicht gut aufgeklärt ist, könnte geschockt sein und das war das Ziel des Buches. Der größte Irrtum der auch in jedem Porno zum zentralen Thema hochstilisiert wird, ist die Befriedigung des Mannes durch den Mund einer Frau. Ich hatte diese »Vergnügen«, wenn es eines ist, noch nicht und lege da auch keinen Wert drauf. Man sollte vielleicht auf diese und andere Technik(en) verzichten, denn es gibt Schöneres, die eine Frau nicht in eine passive Rolle bringt, es sei denn eine Frau mag es, ohne vom Mann dazu genötigt zu werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Analysieren wir also mal einen unbekannten Aspekte des Buches. Wie farbig ist die Welt des beschriebenen Juden zu dieser Zeit? Ich hatte die Erinnerungen von Sun Bear eben ausgelesen und nachdem ich kurz danach durch die Dokumentation, auf Arte auf den Autor und das Buch aufmerksam wurde, will ich hier beide Amerikaner hier mal gegenüberstellen. Ich denke von Sun Bear habe ich mehr über Amerika erfahren als von Philip Roth.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Vergleich der Farbwelten findet sich in der Rubrik:&lt;/p&gt;
&lt;pre&gt;
`Text in Farbe &amp;lt;/extras/farben_im_text/index.html&amp;gt;`_
&lt;/pre&gt;
&lt;p&gt;Wie in anderen Büchern fällt mir ein Name auf, den ich schon mal gehört hatte: Harpo, so nannte sich mal ein schwedischer Künstler (Movistar). Ein Blick in die Wikipedia, zeigt, daß es da keine Verbindung zum Buch gibt.&lt;/p&gt;]]></description>
    </item>
    
    <item>
      <title>Sun Bear —  Biographie</title>
      <link>https://inkubator.koppatz.com/2026/ausgelesen--sun-bear/</link>
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      <pubDate>Sun, 04 Jan 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
      <description><![CDATA[
&lt;figure style=&quot;float:right; width:220px; margin:20px;&quot;&gt;
  &lt;img
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&lt;/figure&gt;

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&lt;/div&gt;

&lt;h3&gt;Ausgelesen:&lt;/h3&gt;
&lt;pre&gt;&lt;code class=&quot;language-html&quot;&gt;Sun Bear
Der Pfad der Kraft
Goldmann-Verlag 5. Auflage 1983&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;
&lt;h3&gt;zur Person&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Vincent LaDuke (* 1929; † 19. Juni 1992), auch Sun Bear genannt, war ein US-amerikanischer Autor und Gründer einer Gruppe innerhalb der New-Age-Bewegung. Er gehörte zu den Anishinabe und wuchs in der White Earth Indian Reservation im US-Bundesstaat Minnesota auf. LaDuke veröffentlichte mehrere Bücher mit Bezug auf indianische Spiritualität und gründete eine Gruppe namens Bear Tribe Medicine Society.&lt;sup&gt;&lt;a href=&quot;#fn-1&quot; id=&quot;fnref-1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Kritik auf Wikipedia ist nicht sehr schmeichelhaft und der Goldmann-Verlag hat den Text auch in die Rubrik »Esoterik« eingereiht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich will hier einige Themen herausgreifen und zur Diskussion stellen. Ich will es auch mit einem zweiten Buch, das ich gerade noch lese in Beziehung setzen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird es weitere Inhalten oder überarbeitete Anmerkungen geben.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Kommunen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Man kann wohl die Medizingesellschaft, historisch betrachtet, als Teil einer Bewegung einstufen, die nach alternativen Lebensentwürfen suchte. Hier ein Beispiel mit berühmten Prominenten:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;1974 lebte in der »All One Farm-Kommune«  in Oregon ein junger
College-Abbrecher namens Steve Jobs. Frisch zurück von seiner Reise
nach Indien, wo er durch Zen-Buddhismus Erleuchtung gesucht hatte,
pflegte Jobs den Apfelgarten (omg) der Kommune, den Whole Earth
Catalog in der Hand.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jobs gelang es irgendwie, ein lockeres Hippie-Leben zu führen und
gleichzeitig für das Design von Computerchips für Atari bezahlt zu
werden. Von den höchsten Einnahmen aller Zeiten zu profitieren (alias
das Design von Computerchips für ein Unternehmen, das indirekt vom
amerikanischen Verteidigungsministerium finanziert wurde) und
gleichzeitig in einer freizügigen Kommune zu leben, ergibt eine
einzigartige kalifornische Ideologie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;All One Farm löste sich irgendwann um 1980 auf. Ihr Gründer, Robert
Friedland, wurde später ein milliardenschwerer Goldminenunternehmer.
Es zeigt sich, dass ein Leben in einer Kommune in den Zwanzigern
keineswegs ausschließt, später sein Geld mit dem Abbau von
Edelmetallen zu verdienen oder, wie im Fall von Jobs, das erste
Billionen-Dollar-Unternehmen der Welt zu gründen &lt;sup&gt;&lt;a href=&quot;#fn-2&quot; id=&quot;fnref-2&quot;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Technologie ist nicht schlecht&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Seite 35&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Ich glaube nicht, daß die Technologie etwas Schlechtes ist; wenn ich
mit einer großen Zahl von Menschen in Verbindung treten will, nehme
ich das Telefon, oder bediene mich eines Computers, oder ich teile
mich über einen Rundfunk- oder Fernsehsender mit. Die Technologie an
sich ist nicht schlecht; schlecht sind die Habgier und die Irrungen
ihrer Benutzer.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;h3&gt;Liebesleben&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Sun Bear war inhaftiert und berichtet über die Begegnung mit einer Frau. Das Sexuelle wird in dem zweiten Buch eine wichtige Rolle spielen und im krassen Gegensatz zu der folgenden Schildrung stehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seite 84/85&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Nach meiner Freilassung wurde ich nach Reno zurückgeflogen. Meine
indianischen Brüder und Schwestern holten mich vom Flugzeug ab, und
wir feierten ein rauschendes Fest. Ein traditionelles Mahl erwartete
mich, dazu ein riesiger Kuchen mit der Aufschrift »Willkommen zu
Hause, Sun Bear« . Ich kann Dir sagen, nie zuvor hat mir Essen so gut
geschmeckt, noch nie waren die Frauen so schön gewesen. Eingeschlossen
und so lange Zeit nur von männlicher Energie umgeben, hatte ich das
Gefühl gehabt, mich nicht im Gleichgewicht zu befinden. Wenn männliche
und weibliche Energie nicht verschmelzen, kann die Lebenskraft nicht
so stark pulsieren. Ich genoß es, mein gewohntes Leben wieder
aufnehmen zu können, von den guten weiblichen Schwingungen umgeben zu
sein, aber es gab eine Frau, nach der ich mich mehr sehnte als nach
allen anderen. Sobald ich mich von dem Fest losreißen konnte, fuhr ich
in die Wüste. Es herrschte Vollmond, und die Luft war sehr klar. Welch
eine vollkommene Szenerie für eine Wiedervereinigung&#39; dachte ich bei
mir. Ich stieg aus dem Wagen. Ich befand mich in einem abgelegenen
Hügelland, der Boden war üppig gut Salbei bewachsen. Ich zog mich
nackt aus, dann brachte ich ein Pfeifenopfer dar und pflückte
frischen, stark duftenden Salbei. Ich rieb mich von Kopf bis Fuß damit
ein und betete, daß seine reinigende Kraft alle negativen Energien,
mit denen das Gefängnis mich erfüllt hatte, von mir nehmen würde. Ich
spürte, wie das Schlechte aus mir herausströmte und mein Gleichgewicht
wieder hergestellt wurde. Jetzt hatte ich das Gefühl, rein genug zu
sein, um dieser besonderen Frau entgegenzutreten. Ich legte mich auf
sie nieder und sog ihren süßen, erdigen Duft in mich ein. Dann nahm
ich einige Krumen von ihr und rieb mich damit ein; erst jetzt wußte
ich, daß mein Gleichgewicht vollkommen wiederhergestellt war. Ich
dankte der Mutter Erde für ihre Schönheit und Herrlichkeit. Ich blieb
bis zum Sonnenaufgang bei ihr in der Wüste. Als Vater Sonne am Morgen
über den schönen, gewaltigen, freien Bergen von Nevada aufstieg,
schickte ich meine Gebete zum Großen Geist und bat darum, daß ich der
Liebe und Unterstützung, die mir die Erde und mein Volk gezeigt
hatten, würdig sein möge.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;h3&gt;Arbeit und Vergnügen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Seite 164/165&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Wenn es auch zeitweise den Anschein hatte, als könnte ich 100000
Mitglieder für unseren Stamm gewinnen, war das doch nicht mein
Anliegen. Meine Vision sagte mir, daß es meine Aufgabe war, Menschen
aller gesellschaftlichen Schichten zu lehren, ihnen das Wissen zu
vermitteln, daß die Auswüchse der Technologie in Kürze zur Katastrophe
führen mußten. Ich hatte das Bedürfnis, den Menschen zu erklären, daß,
wollten sie die kommende Reinigung der Erde überleben und an der neuen
Erde teilhaben, sie ihre eigenen, ganz persönlichen Bindungen zur
Natur wiederherstellen mußten.In dem Maße, in dem der Stamm wuchs,
wuchsen auch unsere Probleme. Es gab Leute, die offensichtlich in der
Lage waren, Lippenbekenntnisse abzulegen für das, was die Vision
beinhaltete, deren Herzen aber nicht hinter ihren Lippen
standen. Einige übernahmen viel Verantwortung, andere wiederum
wünschten sich ein vorgefertigtes Utopia, an dem sie nur wenig
arbeiten mußten. Wir erlaubten den Stammesmitgliedern zwar, Marihuana
zu nehmen, das wir »Medizingras« nannten, ließen aber keine anderen
Drogen zu. Heute verbieten wir auch den Gebraucg von Marihuana. Einige
der Menschen, die zu uns kamen&#39; waren unfähig, ihre Abhängigkeit von
anderen Drogen ju überwinden. Die Drogenfrage entwickelte sich zu
einem unserer größten Probleme [...]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hatte einen so unerschütterlichen Glauben
an den Stamm, daß ich alles, was ich gespart hatte, zu seiner
Unterstützung verwendete. Ich verkaufte sogar einige der Wohnwagen in
Reno, um Geld zu beschaffen, als es benötigt wurde. Ich kaufte
Nahrungsmittel und Schlafsäcke, manchmal für Leute, die einfach
deshalb keinen besaßen, weil sie vergessen hatten, wo sie ihn gelassen
hatten. Ich reparierte Autos, kaufte Benzin, zahlte für Briefmarken
und Telefonanrufe. Es waren einige unter uns, die ihr Geld in den
Unterhalt des Stammes steckten. Nimimosha erklärte sich sogar bereit,
einen Großteil ihrer Zeit in Reno zu verbringen und den Wohnwagenpark
zu leiten, damit wir über die Einnahmen daraus verfügen konnten.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Es erinnert mich an die Schilderungen von Jack London, der auch viel Geld in seine Farm gesteckt hatte, sie aber nie rentable wurde...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seite 220/221&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weitere Gründe für das Scheitern solcher Gemeinschaftsprojekte (ja, ja, der menschliche Faktor) ...&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Als die Besucher zahlreicher zum Vision Mountain zu strömen begannen,
gab es unter ihnen imemr noch eine Menge Hippie-Gestalten. Und obwohl
diese Leute auf ihre Weise wirklich Suchende waren, waren ihre
Vorstellungen doch von Drogenbejahung und manchmal von dem Wunsch, so
wenig wie möglcih zu arbeiten, geprägt. Deies Leute konnten wir
natürlich nicht bei uns behalten; wir hatten wahrend unserer Zeit am
Medizinfelsen genügend Erfahrungen mit ihnen gesammelt, und viele von
ihnen begriffen nicht, daß das Ausüben von Medizin nicht nur beten
bedeutete, sondern auch harte Arbeit beinhaltete. ...man wird
feststellen, daß es hier möglich ist, um sechs Uhr morggens
aufzustehen und den ganzen Tag über die Hände nicht in den Schoß zu
legen. [...] Sie brauchten einen Ort, an dem sie ihren Körper zur Ruhe
legen und ihren Gedanekn nachhängen konnten und wir verstehen unter
der Arbeit der Medizingesellschaft etwas völlig anderes.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;h3&gt;Frieden, Liebe, Harmonie&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Seite 196&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Ich bin überzeugt, daß Gerechtigkeit geschehen muß und daß meine
Brüder und Schwestern in Wounded Knee einen heldenhaften Kampf
ausgetragen haben, aber ich glaube auch, daß jede Tag, die im Zorn
ausgeführt wird, sich schließlich als wirkungslos erweisen
muß. Frieden, Liebe, Harmonie mit der Mutter Erde, das sind die Dinge,
an die ich glaube. Und sie sind das Fundament meiner großen Vision ...&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Wie soll man diese Einstellung, in der heutigen Zeit bewerten?&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Der Redestab&lt;/h3&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Wir haben einen Ratskreis, in dem Entscheidungen getroffen werden, und
jedes Mitglied des Stammes hat das Recht, seine Meinung auszusprechen
und mitzuteilen. Um sicherzustellen, daß jeder zu Wort kommt, reichen
wie einen sogenannten »Redestab« herum. Das ist eine indianische
Tradition. Derjenige, der den Stab in Händen hält, hat das Recht, zu
reden, und alle anderen hören aufmerksam zu.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Den hätte ich mal für eine hitzige Diskussion benötigt. Kannte ich nicht, nur mit drei Regeln, die ich eilig an die Tafel schrieb, konnte ich die Gemüter beruhigen und eine sinnvolle Diskussion durchsetzen:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;Es spricht immer nur einer&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Er spricht nicht länger als 30-60 Sekunden&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Alle hören gut zu, jeder kommt dran.&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Danach konnten einige (nicht alle) Probleme gelöst werden. Meine damalige Chefin hatte mich wirklich ins kalte Wasser geworfen, weil ich von den Spannungen im Team nichts ahnte.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Das Medizinrad&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Seite 230ff, hier wird das Medizinrad beschrieben. Im Kern wird der ewige Wandel thematisiert. Verknüpft werden Zeiträume mit Artefakten wie dem Mond, einer Farbe, einem Mineral, einer Pflanze, einem Tier und anderen Elementen. Der Autor grenzt sich aber von einem vergleichbaren System, den Horoskopen ab.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Zeremonien&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Seite 288/289&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Verbindung mit Tanz, Musik, Gesang wird die positive Wirkung hervorgehoben.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Ich glaube, es waren die Zeremonien, die verhinderten, daß Indianer
die Couch des Psychiaters benötigten. Zeremonien, wenn sie richtig
verstanden und durchgeführt werden, geben nicht nur den anderen
Bereichen auf der Erde Kraft; sie heben auch viele der negativen
Gefühle der Menschen auf. Zeremonien können freudvolle Erfahrungen
sein, die Wut in positive Empfindungen, Kummer in Lebensfreude, Angst
in Lieber und Einsamkeit in Verbundenheit verwandeln.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;h3&gt;Resümee&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Es war eines der wenigen Bücher, die ich ein zweites mal gelesen habe. Vieles war mir nicht mehr im Gedächtnis geblieben, ist nun wieder gegenwärtig, und über einige Passagen werde ich wohl noch etwas nachdenken, vielleicht auch Schlüsse daraus ziehen. Wer sich für die »Philosophie« des Sun Bear interessiert, findet in Deutschland einen Verein, der die Ideen von Sun Bear lebendig hält.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Kraftplatz und Kreislauf des Lebens
15. Medizinradtreffen
13. bis 17. Mai 2026&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Aitrach, Allgäu &lt;sup&gt;&lt;a href=&quot;#fn-3&quot; id=&quot;fnref-3&quot;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Bildqelle&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Grafik aus Many Sokes, eine Publikation herausgegeben von Sun Bear u. a. &lt;a href=&quot;https://www.jstor.org/site/reveal-digital/independent-voices/manysmokes-28144383&quot;&gt;Zugriff über das Archiv&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Fußnoten&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;footnote&quot; id=&quot;fn-3&quot;&gt;&lt;sup&gt;3&lt;/sup&gt; https://www.baerenstamm.de &lt;a href=&quot;#fnref-3&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;footnote&quot; id=&quot;fn-2&quot;&gt;&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt; https://cyberneticserendipity.substack.com/p/a-lime-bike-for-our-mind &lt;a href=&quot;#fnref-2&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;footnote&quot; id=&quot;fn-1&quot;&gt;&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt; https://de.wikipedia.org/wiki/Vincent_LaDuke &lt;a href=&quot;#fnref-1&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;]]></description>
    </item>
    
    <item>
      <title>Mord und Totschlag</title>
      <link>https://inkubator.koppatz.com/2025/ausgelesen--alexander/</link>
      <guid>https://inkubator.koppatz.com/2025/ausgelesen--alexander/</guid>
      <pubDate>Wed, 31 Dec 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
      <description><![CDATA[
&lt;figure style=&quot;float:right; width:220px; margin:20px;&quot;&gt;
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&lt;/div&gt;

&lt;h3&gt;Zwei Bücher&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Zwei Bücher mit unterschiedlichem Inhalt, beide voll von Berichten über Mord und Totschlag. Im ersten Fall handelt es sich um eine Kurzfassung des Alten Testaments, wichtige Episoden in vereinfachter Form darstellt, um die komplexeren Inhalte der Bibel zugänglich zu machen. Auffällig ist, dass die Menschen in den umkämpften Gebieten – Juden wie andere Volksgruppen – gestern wie heute versuchen, Konflikte mit Hauen und Stechen zu lösen. Die Entwicklung vom Judentum hin zum Christentum wird anhand mehr oder weniger bekannter Geschichten geschildert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun, nachdem die Geschichten wieder etwas präsenter sind, werden sie mir helfen, das eine oder andere Motiv alter Meister besser zu verstehen. Die Museen zeigen reichlich Bild- und Skulpturenmaterial, mit denen die alten Meister biblische Geschichten aufgreifen und interpretieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das zweite Buch zeichnet den Weg Alexanders des Großen nach, der in einem nicht enden wollenden Marsch von Makedonien bis nach Indien unterwegs war und dabei ein unaufhörliches Hauen und Stechen veranstaltete. Die Überlieferungen sind mit den Geschichten aus der Bibel vergleichbar. Im Unterschied zum ersten Buch werden die Ereignisse noch detailreicher geschildert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einige noch nicht so bekannte Fakten sind mir aufgefallen und gehören nun zu meinem erweiterten Wissensschatz:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Ephemeriden&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; – Tagebücher (Seite 163)&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Bliesen die Trompeten zum Halt und waren die Zelte aufgeschlagen, ließ
der König Eumenes kommen und sich die Ephemeriden vorlegen. Das waren
amtliche Aufzeichnungen mit minuziöser Darlegung des Tagesverlaufs,
der Regierungshandlungen, der politischen und militärischen Vorgänge,
der Korrespondenzen, der vorgenommenen Opferhandlungen und so fort.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Wasserbett&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; – Wer hat’s erfunden?&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Er residierte, von den Babyloniern zum Herrscher der vier
Weltreligionen ausgerufen, im alten Palast Nebukadnezars, einem
Labyrinth von sechshundert Zimmern, die alle fensterlos waren. Die
Sonne heizte den Ziegelbau dennoch so stark auf, daß man des Nachts
auf Ziegenhäuten schlief, die mit kühlem Quellwasser gefüllt
waren. (Das Wasserbett ward erfunden -- wurde vergessen und als
modische Neuheit in unseren Tagen wieder auf den Markt gebracht.)&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Bematisten&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beruf, der mit Schritten Abmessenden – Hab ich auch mal gemacht, um Flächen neu zu vermessen (ein Zirkel half beim Zählen).&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Resümee&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Hat man beide Bücher gelesen, wundert einem nichts mehr, wenn sich benachbarte Völker gegenseitig die Köpfe einschlagen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neugierig geworden? Hier die bibliographischen Daten beider Bücher:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;S.Fischer-Fabian
Alexander der Grosse
Der Traum vom Frieden der Völker
Verlag: Bastei Lübbe
Taschenbuch Band 64152
ISBN: 3-404-64152-3&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Maria Poetschke/Herweg Hafa
Das Wort läuft
Biblisches Lesebuch
Evangelische Verlagsanstalt Berlin
Auflage 1983&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Bildquelle&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;: Von Stefan Schäfer, Lich - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0&lt;/p&gt;]]></description>
    </item>
    
    <item>
      <title>Diesseits von Eden —  Kamina</title>
      <link>https://inkubator.koppatz.com/2025/ausgelesen--kamina__eden/</link>
      <guid>https://inkubator.koppatz.com/2025/ausgelesen--kamina__eden/</guid>
      <pubDate>Mon, 04 Aug 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
      <description><![CDATA[
&lt;figure style=&quot;float:right; width:220px; margin:20px;&quot;&gt;
   &lt;img src=&quot;https://inkubator.koppatz.com/../images/buechertauschzelle_caputh.jpg&quot;
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  &lt;figcaption&gt;Büchertausch-Zentrale&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

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&lt;/div&gt;

&lt;pre&gt;
Wladimir Kaminer
Diesseits von Eden
Neues aus dem Garten
Goldmann-Verlag
1. Auflage 2015&lt;/pre&gt;
&lt;p&gt;In der Buchtauschzentrale, in Caputh ist es eine umgebaute Telefonzelle, steht viel geistiger Schrott, doch manchmal findet sich ein Exemplar mit interessantem Inhalt. Dazu gehören auch die philosophischen Abhandlungen von Wladimir Kaminer, die ohne ein Augenzwinkern nicht denkbar wären.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im konkreten Fall steht der Garten und mehr noch das Anglerglück im Mittelpunkt aller Handlungsstränge. Optimal ist es schon, ein geborener »Ossi« zu sein und ein wenig die russische Seele zu kennen, um die Gedanken und menschlichen Handlungen zu verstehen. Ein bestätigendes Schmunzeln läßt sich dann nicht unterdrücken. Es gibt aber auch allgemein gültige Erklärversuche, die jeder verstehen kann, nicht nur der Leser mit den oben genannten Voraussetzungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Beispiel findet der Autor folgende Erklärung für das Zusammenrotten von Menschen, Behaarung und Reibung:&lt;/p&gt;
&lt;pre&gt;Leider geht nichts ohne Vergebung, weil wir Menschen aufeinander
angewiesen sind. Wir sind früher immer in Gruppen herumgelaufen, eng
aneinandergepresst. Nur so konnten wir uns vor dem Säbelzahntiger
schützen und das Mammut erledigen. Deswegen haben die Menschen als
einzige Lebewesen ihre Ganzkörperbehaarung verloren, deswegen haben
sie auch solch eine übertriebene Sexualität, weil sie sich stets
aneinander rieben und sich während der Eiszeit aneinander
wärmten. Nicht umsonst versammeln wir uns auch so gerne in großen
Mengen, sei es bei der Loveparade, beim Karneval oder einer
Revolution.&lt;/pre&gt;]]></description>
    </item>
    
    <item>
      <title>Eine langweilige Geschichte — Tschechow</title>
      <link>https://inkubator.koppatz.com/2025/ausgelesen--tchechow__langweilige-geschichte/</link>
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      <pubDate>Fri, 13 Jun 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
      <description><![CDATA[&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Rütten &amp;amp; Loening
Erste Auflage 1951&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Wie der Titel schon andeutet, ist es keine sonderlich spannende Erzählung, kleine Gedankensplitter, über die es sich nachzudenken lohnt, finden sich auch in diesem kleinen Band.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vom Vortragen&lt;/strong&gt; &lt;sup&gt;&lt;a href=&quot;#fn-1&quot; id=&quot;fnref-1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Vor mir sind hundertfünfzig Gesichter, von dem keines dem andern
ähnlich sieht, und dreihundert Augen, die mir gerade ins Gesicht
schauen. Meine Aufgabe ist, diese vielköpfige Hydra zu besiegen. Wenn
ich während jeder Minute meines Vortrages eine klare Vorstellung vom
Grade ihrer Aufmerksamkeit und Auffassungsfähigkeit habe, so ist sie
in meiner Gewalt. Mein zweiter Gegner sitzt dagegen in mir selber. Das
ist die unendliche Verschiedenheit der Formen, Erscheinungen, Gesetze
und die Vielfältigkeit der von ihnen bedingten eigenen und fremden
Gedanken.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Vor so großem Publikum habe ich selten doziert, aber die Beobachtung gilt auch für kleinere Grupppen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was macht eine Dissertation aus&lt;/strong&gt; &lt;sup&gt;&lt;a href=&quot;#fn-2&quot; id=&quot;fnref-2&quot;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Und nun wünsche er bei mir unter meiner Aufsichte zu arbeiten, und ich
würde ihn zu größtem Dank verpflichten, wenn ich ihm das Thema für
seine Dissertation geben wollte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;»Sehr erfreut, mich Ihnen gefällig erweisen zu können, Collega«,
versetze ich, »aber lassen Sie uns zunächst eine Einigung darüber
erzielen, was eigentlich eine Dissertation ist. Es ist hergebracht,
mit diesem Wort ein Werk zu bezeichnen, das das Produkt selbständigen
Schaffens ist. Nicht wahr? Ein Werk jedoch, das über ein fremdes Thema
unter fremder Aufsicht geschrieben worden ist, pflegt man anders zu
nennen ...« Der Kandidat schweigt, Ich werde hitzig und springe auf.
»Ich kann nicht begreifen warum alle eigentlich immer wieder zu mir
kommen!« rufe ich böse. »Ist dies etwa ein Kramladen, wie? Ich treibe
keinen Handel mit Themen!«&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Stücke sind gut, wenn ...&lt;/strong&gt; &lt;sup&gt;&lt;a href=&quot;#fn-3&quot; id=&quot;fnref-3&quot;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Ich hatte Katja theatralische Neigungen niemals geteilt. Wenn ein
Stück gut ist, braucht man meiner Ansicht nach nicht erst Schauspieler
zu bemühen, damit es die nötige Wirkung erziele; es genügt, wenn man
sich auf die Lektüre beschränkt. Wenn aber ein Stück schlecht ist, so
wird es durch kein Spiel je besser gemacht werden.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ein kleiner Seitenhieb auf die Theaterszene...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fortschritt&lt;/strong&gt; &lt;sup&gt;&lt;a href=&quot;#fn-4&quot; id=&quot;fnref-4&quot;&gt;4&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Wo kein Fortschritt in Kleinigkeiten ersichtlich ist, wird man ihn
vergebens in größeren Dingen suchen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Theater kontraproduktiv&lt;/strong&gt; &lt;sup&gt;&lt;a href=&quot;#fn-5&quot; id=&quot;fnref-5&quot;&gt;5&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Diese Zerstreuung ist jedoch allzu kostspielig, um auf die Dauer
fortgesetzt werden zu können. Sie raubt dem Staate Tausende junger,
gesunder, begabter Männer und Frauen, aus denen, wenn sie sich nicht
dem Theater gewidmet hätten, gute Ärzte, Landleute, Lehrerinnen und
Offiziere werden könnten.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Über den Tod&lt;/strong&gt; &lt;sup&gt;&lt;a href=&quot;#fn-6&quot; id=&quot;fnref-6&quot;&gt;6&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Die Natur scheint mir nach wie vor wunderschön zu sein, obwohl mir ein
Dämon zuflüstert, das weder diese Tannen und Fichten noch die Vögel
oder die weißen Wölkchen am Himmel nach drei, vier Monaten, wenn ich
gestorben bin, meine Abwesenheit bemerken werden.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Farbanalyse des Textes&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;u&gt;&lt;a href=&quot;https://inkubator.koppatz.com/extras/cosmoscop-tchechow/&quot;&gt;Eine langweilige Geschichte&lt;/a&gt;&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Fußnoten&lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;footnote&quot; id=&quot;fn-6&quot;&gt;&lt;sup&gt;6&lt;/sup&gt; Seite 71 &lt;a href=&quot;#fnref-6&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;footnote&quot; id=&quot;fn-5&quot;&gt;&lt;sup&gt;5&lt;/sup&gt; Seite 32 &lt;a href=&quot;#fnref-5&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;footnote&quot; id=&quot;fn-4&quot;&gt;&lt;sup&gt;4&lt;/sup&gt; Seite 31 &lt;a href=&quot;#fnref-4&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;footnote&quot; id=&quot;fn-3&quot;&gt;&lt;sup&gt;3&lt;/sup&gt; Seite 30 &lt;a href=&quot;#fnref-3&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;footnote&quot; id=&quot;fn-2&quot;&gt;&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt; Seite 27 &lt;a href=&quot;#fnref-2&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div class=&quot;footnote&quot; id=&quot;fn-1&quot;&gt;&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt; Seite 19 &lt;a href=&quot;#fnref-1&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;]]></description>
    </item>
    
    <item>
      <title>Transit —  Anna Seghers</title>
      <link>https://inkubator.koppatz.com/2025/ausgelesen--anna-segers-transit/</link>
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      <pubDate>Mon, 21 Apr 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
      <description><![CDATA[
&lt;figure style=&quot;float:right; width:220px; margin:20px;&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;https://inkubator.koppatz.com/../images/transit.png&quot;
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  &lt;figcaption&gt;Alexander der Große&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;!-- Overlay --&gt;
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  &lt;img src=&quot;https://inkubator.koppatz.com/../images/transit.png&quot;&gt;
&lt;/div&gt;

Anna Segers: Transit
Aufbau-Verlag
1. Auflage 1985
&lt;p&gt;Nach dem Überfall Deutschlands auf die Nachbarländer beginnt eine Fluchtbewegung. Deutsche flüchten auch über Frankreich ins Ausland. Der zermürbende Prozess in den Mühlen der Bürokratie wird skizziert. Man wird den Gedanken nicht mehr los, daß die Bürokratie nicht in Deutschland erfunden wurde, sondern ein universelles Prinzip ist. Auf beiden Seiten wird betrogen, gelogen, geschmiert und die Mühle am Laufen gehalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Interessant die Alkoholtage, von denen ich noch nie etwas gehört habe, wenn es in Kriegszeiten zu Versorgungsproblemen kommt, aber nicht nur dann, scheint eine Rationierung ein probates Mittel zu sein, denn statt zu produzieren wird in Kriegszeiten primär zerstört.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im allgemeinen sind die Aufführungen langatmig und in ewigen Kreisen vollzogene Rituale. Es erinnert aber allzu gut an die bürokratische Maschinerie, durch die in der Jetzt-Zeit, der Flüchtlingsstrom in Europa bzw. Deutschland geleitet wird.  Was bleibt, ist die Frage, wieviele von den geschilderten Prozeduren mußte Anna Seghers persönlich durchlaufen? Wieviel vom Text ist erfunden? Sie läßt einen Protagonisten die Kritik an Erfundenem aussprechen (Seite 99).&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Was wollte ich tun? Lesen? Das hatte ich einmal getan an einem
ähnlichen leeren Abend. Nie wieder! Ich spürte den alten Unwillen
meiner Knabenzeit gegen Bücher, die Scham vor bloß erfundenem, gar nicht
gültigem Leben. Wenn etwas erfunden werden mußte, wenn dieses
zusammengeschusterte Leben gar zu dürftig war, dann wollte ich selbst
der Erfinder sein, doch nicht auf Papier.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Nach diesem Text wende ich mich nun unumstritten erfundenen Texten zu, aber die sind definitiv älteren Datums und spannender als der »Transit«-Roman.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn auch der Text nicht sonderlich spannend war, so bildet er nun den Auftakt zu einem Kunstprojekt und rückt das Schwarz der Buchstaben in ein hoffentlich farbenfrohes Licht.&lt;/p&gt;]]></description>
    </item>
    
    <item>
      <title>Läufergeschichten</title>
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      <pubDate>Wed, 26 Feb 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
      <description><![CDATA[
&lt;figure style=&quot;float:right; width:220px; margin:20px;&quot;&gt;
  &lt;img src=&quot;https://inkubator.koppatz.com/../images/kenya_on_the_globe.png&quot;
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  &lt;figcaption&gt;Kenia auf der Weltkarte&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;

&lt;!-- Overlay --&gt;
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&lt;/div&gt;

&lt;pre&gt;&lt;code class=&quot;language-html&quot;&gt;
Robert Hartmann

Läufergeschichten aus Afrika
Verlag Dr. Harald Schmid
2004
&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;
&lt;p&gt;Hartmann, zeigt in dem Buch seine umfangreichen Kenntnisse zum Thema Leichtathletik und skizziert hier auf eine charmante Art die Läuferelite, die mehrheitlich aus Kenia stammt. Es sind kurze, spannende Episoden, die einem nochmal die großen Namen in Erinnerung bringt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damals konnte man als Läufer, mit einem Mercedes als Preisgeld, noch einen besonderen Bonus erhalten. Oft, so klingt es an, war es weniger oder die Sportfunktionäre haben sich die Taschen voll gemacht bzw. waren die Nutznießer -- ein Funktionär hatte z.B. einem Läufer das Flugticket weggeschnappt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Ende des Buches auch ganz spannend, wie die Namen in Kenia vergeben werden und was die Übersetzung ins Deutsche so ergibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sucht man auf der Wikipedia nach »Läufer und Kenia« ergibt es eine lange Liste von Seiten, die einzelne Läuferkarrieren beschreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bildquelle: 1280px-Kenya_on_the_globe_%28Africa_centered%29.svg auf Wikipedia.de&lt;/p&gt;]]></description>
    </item>
    
    <item>
      <title>Martin Eden —  Jack London</title>
      <link>https://inkubator.koppatz.com/2025/ausgelesen--jack-london__martin-eden/</link>
      <guid>https://inkubator.koppatz.com/2025/ausgelesen--jack-london__martin-eden/</guid>
      <pubDate>Sat, 22 Feb 2025 00:00:00 +0000</pubDate>
      <description><![CDATA[&lt;pre&gt;&lt;code class=&quot;language-html&quot;&gt;Jack London
Martin Eden
Verlag Neues Leben Berlin 1971&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;
&lt;p&gt;Der autobiographische Roman zeigt den Werdegang eines Jungen/Mannes, der eine Schriftsteller-Karriere anstrebt und hart für diese Ziel arbeitet. Am Ende ist er erschöpft vom ewigen Kampf und nimmt sich das Leben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf Seite 359 werde ich von dem Wort »Wiki« überrascht. Ist es Zufall oder war Jack London hier den Namensgeber für eine Softwaretechnik?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;»Es ist meine letzte Arbeit und anders als alles, was ich geschrieben habe. Sie ist völlig anders, daß sie mir fast bange macht, und doch habe ich die unbestimmte Idee, daß sie gut ist. Es ist eine Hawaii-Geschichte. Ich habe sie, Wiki-Wiki genannt.«&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Blick in die Wikipedia zeigt, daß der Miterfinder der Wikis, Ward Cunningham, den Namen Wiki mit Bezug zu einer Reise nach Hawaii gewählt hat. Ob er den Roman von Jack London kannte? Das Zitat aus dem Buch hat es zumindest auf die Erklärseite zum Wort »Wiki« geschafft. &lt;sup&gt;&lt;a href=&quot;#fn-1&quot; id=&quot;fnref-1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Footnotes&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;footnote&quot; id=&quot;fn-1&quot;&gt;&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt; &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Wiki&quot;&gt;https://de.wikipedia.org/wiki/Wiki&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;#fnref-1&quot;&gt;↩&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;]]></description>
    </item>
    
  </channel>
</rss>