Die destruktive Kraft der KI
Bedenkliche Entwicklungen:
Mit viel Brimborium wurde die Migration von Bun gefeiert. Aus Zig-Code wurde Rust-Code, eine neues Release läßt auf sich warten 1
Um die KI noch schlauer zu machen werden seltene Bücher eingescannt 2, die dabei wissentlich zerstört werden. Also Bücherverbrennung 2.0?
Und dann noch die Naivität der Jugend. Ich habe den Eindruck, junge Leute wollen den mühevollen Weg, eine Programmiersprache zu lernen, nicht mehr gehen.
So habe ich von einem Lehrling gefordert, eine Tabellenübersicht von einer Datenbank, ein ER-Diagramm existierte bereits, für die Dokumentation anzufertigen und einige Standard-SQL-Befehle vorzubereiten. Aber ach: Irgendwas in die KI gekippt und unreflektiert das Ergebnis übernommen. Als ich stichprobenartig ein SQL-Statement ausprobieren wollte, wurde offensichtlich, daß Tabellen angesprochen wurden, die gar nicht existierten! So geht Vibe-Coding und weil es eine Frau war, Weiber-Coding nicht!
Noch ein Beispiel: Ein Formular, das Koordinaten für eine Karte evaluiert. Das hatte bisher funktioniert, nun häuften sich Fehler, die vorher abgefangen wurden. Wieder hatte sich ein junger Mann, voll auf die Vorschläge verlassen, denn die Hinweise an den Benutzer hatten sich geändert und zeigten unrealistische Werte für die Breiten- und Längengrade an, mehr noch, ungültige Werte wurden nicht abgewiesen. Hier fehlten wohl wichtige Tests und die KI hat es gut gemeint. Der Entwickler hat versagt, weil er den generierten Code nicht hinterfragt hatte. Als Beobachter der Sitzung konnte ich nur feststellen, das die KI im Sekunden-Takt neue Varianten generierte und keine Zeit für eine Kontrolle gegeben war. So geht Weiber-Coding 3.
Man darf gespannt sein, was noch alles kommt? Schneller ist jedenfalls nicht immer besser.
Fußnoten
Der eben von mir erfundene Vergleich richtet sich nicht an das schöne Geschlecht an sich.